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 Vorträge und Veranstaltungen

 

 

Dr. Annik Wüthrich

Postdoctoral Researcher ERC Starting Grant "Challenging Time(s)",
Institut für Orientalische und Europäische Archäologie, Österreichische Akademie der Wissenschaften

 

Family business in der Dritten Zwischenzeit: Eine Untersuchung der Filiationsausdrücke

Abstract: Die Dritte Zwischenzeit (1069-664 BCE) ist in vielerlei Hinsicht eine besondere Periode der altägyptischen Geschichte. Außer Fragen zur exakten Abfolge und Anordnung der königlichen Chronologie gibt es einige Aspekte der Gesellschaft, die bislang unbeachtet gelassen worden sind. Eine großartige und umfangreiche Quelle bilden hierbei die sog. Cachettes, die am Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt wurden. Dieses Material ist vor allem für die 21. Dynastie von großer Bedeutung. Es erlaubt uns u.a. die Beziehungen der herrschenden Familien in Theben zu verstehen. Wir haben zudem ein beträchtliches Ausmaß an funerären Quellen (Totenbücher, Totenstelen, Särge und Sarkophage, Uschebti…) zur Verfügung, die eine Fülle von Daten über die nicht-herrschende Elite der altägyptischen Gesellschaft liefern.

Dieser Vortrag diskutiert die verschiedenen Ausdrücke der Filiation und des Ehestatus der Protagonisten der 21. und 22. Dynastie. Der Schwerpunkt wird hierbei auf den Frauen liegen, die für diese Periode in Theben sehr gut belegt sind. Ich möchte die Frage des Ausdrucks der persönlichen Identität und der Funktion der Selbst-Präsentation stellen, in einer Periode, in der die Amun-Theologie mit der Einführung der Theokratie so wie die persönliche Frömmigkeit eine bedeutende Entwicklung kennen.

am Montag, 19. Oktober 2020 um 18:45

Der Vortrag wird über youtube präsentiert: https://youtu.be/791YweR2aWw


 


 

Prof. Dr. Danijela Stefanović

Egyptian Root Lexicon project (Universität Wien, Institut für Ägyptologie, FWF - P 30340-G25) University of Belgrade / Faculty of Philosophy

 

From ego-network to the global network – the world of the Middle Kingdom treasurer Senebi

Abstract: Studies of the ancient Egyptian administrative system(s) are usually based on analysis of the institutions and officials attached to them. The present paper focuses on the social settings of one of the most prominent Middle Kingdom / Second Intermediate Period highest ranking officials – the treasurer Senebi. Starting with the traditional methodological approach, focusing on collecting the prosopogaphic data, the paper further addresses the implementation of the Social Network Analysis (SNA) tools for analysing the obtained material. SNA is used to study people, or groups of people (nodes) linked together through social interaction, and relations or links between them (edges). SNA exemplifies various types of interaction through networks and analyses them. By applying SNA methodology for studying the networks of the treasurer Senebi, it is possible to reconstruct more precisely his social setting (both private and institutional) and interrelations, which complement the traditional approach, but also provide new possibilities for research into ancient Egyptian administration. 

 

am Montag, 09. November 2020 um 18:15

Der Vortrag findet statt auf dem YouTube Kanal des Instituts für Ägyptologie (Ägyptologie Univ. Wien)

Link zum Vortrag: https:// youtu.be/JVWiegO76y

 

 

 


Ass.- Prof. Dr. Irmgard Hein & Dr. Sandra Müller

Institut für Ägyptologie der Universität Wien, VIAS

 

Die Visualisierung der Delta-Residenz der 18. Dynastie bei ‘Ezbet Helmi

 

Abstract: Die österr. Ausgrabungen im östlichen Nildelta, durchgeführt von 1989-1995, im Bereich Tell el-Dab’a (= antikes Avaris) durch das ÖAI/Kairo, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Ägyptologie der Universität Wien, haben wegen der aufsehenerregenden Funde von minoischen Freskenfragmenten weltweite Aufmerksamkeit erregt. Bisherige Forschungen zum Grabungsplatz waren dementsprechend vor allem den Fresken gewidmet, nur wenige andere Fundkomplexe aus dem Gelände sind bisher untersucht. Dank Finanzierung durch den Jubiläumsfonds der ÖNB, erfolgt seit 2019 im Rahmen eines Projektes bei VIAS (Vienna Institute for Archaeological Science) die Aufarbeitung der Befunde der sog. kleinen Palastplattform und deren Umgebung. Vor allem die Stratigraphie, die baulichen Hinterlassenschaften und die flächendeckende Inkludierung des Fundmaterials aus den Jahren 1989 -1995 werden dabei digital erarbeitet. Gleichzeitig entstehen so die Grundlagen für die 3D Visualisierung des Palastareales „F“ aus der frühen 18. Dynastie von ‘Ezbet Helmi, welche einen Teil der antiken Stadt sichtbar macht.

Im Vortrag wird die Vorgangsweise der nachträglichen Digitalisierung des Geländes erklärt, sowie Beispiele von bisherigen Ergebnissen zu Stratigraphie und Geländerekonstruktion.

ÖNB Jubiläumsfonds Projekt: 17916
VIAS (Vienna Institute for Archaeological Science)
Institut für Ägyptologie
Historisch Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien

in Kollaboration mit ÖAI und OREA (beide ÖAW)
Ludwig Boltzmann Institute für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie (LBI ArchPro)
7 reasons

LINK: https://vias.univie.ac.at/projekte/

am Montag, 07. Dezember2020 um 18:15

Der Vortrag findet statt auf dem YouTube Kanal des Instituts für Ägyptologie (Ägyptologie Univ. Wien)

 

 


Mag. Dr. Claus Jurman, MPhil

Projektmitarbeiter, Institut für Ägyptologie der Universität Wien  (Projekt: Ägyptologische Perspektiven auf ausgewählte Axiome einer historischen Text- und Bildnarratologie, Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank)

 

Jenseits von Pamina und Aïda: Die Rezeption Altägyptens in der abendländischen Musik einst und jetzt


Abstract: Interessiert man sich dafür, welchen Niederschlag die Auseinandersetzung mit Altägypten in der abendländischen Musikkultur gefunden hat, wird man alsbald auf zwei Opernwerke aus dem späten 18. und dem 19. Jahrhundert verwiesen, nämlich auf Mozarts "Zauberflöte" und auf Verdis "Aïda". Wenngleich diese beiden musikalischen Denkmäler ihre herausragende Stellung innerhalb der ägyptologischen Rezeptionsgeschichte zu recht behaupten, läuft eine ausschließliche Fokussierung auf die "großen Zwei" Gefahr, die ungemeine Vielfalt auszublenden, mit der das vorislamische Ägypten im westlichen Musikschaffen verhandelt wurde und noch immer wird. Ziel des heutigen Vortrags ist es daher, eine Reihe von weniger bekannten Fällen musikalischer Ägyptenrezeption quer durch verschiedene Epoche und Genres vorzustellen und dabei der Frage nachzugehen, auf welche Weise und nach welchen Gesichtspunkten die jeweiligen Schöpfer sich auf pharaonisches Kulturgut beziehen. Es wird dabei deutlich, dass sich bestimmte typologische Genealogien von der Barockoper des 17. Jahrhunderts bis zu Avantgardepop und Free Jazz im 21. Jahrhundert verfolgen lassen.

am Montag, 11. Jänner 2021 um 18:15

Der Vortrag findet statt auf dem YouTube Kanal des Instituts für Ägyptologie (Ägyptologie Univ. Wien)