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 Vorträge und Veranstaltungen

Vorträge

 

Maga. Nora Kuch, PhD Candidate

Another break in the wall… Intentionelles Zerbrechen von Steingefäßen im Kontext frühzeitlicher Bestattungspraktiken am Beispiel der Nekropole von Helwan, Operation 4

 

Abstract

Die Nekropole von Helwan ist mit ca. 10 000 Gräbern der bisher größte zusammenhängende Bestattungsplatz der ägyptischen Frühzeit (3300 – 2700 BCE). Hier wurden insbesondere während der 1. und 2 Dynastie die Gräber für nicht-königliche Personen aus der Stadt Memphis angelegt. Die Untersuchung dieser archäologischen Stätte ist daher von besonderem Interesse, da neben den bekannten königlichen und elitären Friedhöfen dieser Epoche solche einer Mittel- bis Unterschicht im archäologischen Befund stark unterrepräsentiert sind. Die Auswertung der Gräber von Helwan, deren Bauweise und Ausstattung sowie die Analyse der Verstorbenen selbst können dabei wertvolle Einblicke u.a. in die Bestattungsweisen der lokalen Bevölkerung dieser Epoche bieten.

Im Rahmen des vom FWF geförderten Projektes ‚Helwan – eine Nekropole der Stadt Memphis‘ fokussieren sich diese Untersuchungen auf das Teilareal Operation 4, dessen 218 Gräber detailliert ausgewertet werden. Der Vortrag widmet sich den Bestattungspraktiken, bzw. dem Phänomen intentioneller Fragmentierung von Steingefäßen als Teil dieser Praktiken. So sind bisher 35 Gräber aus diesem Areal bekannt, die Hinweise darauf erbringen, dass einige Steingefäße bewusst fragmentiert und die Scherben an bestimmten Stellen in den Gräbern deponiert wurden. Die Auswertung einiger dieser Gräber soll exemplarisch dargestellt werden, um durch eine Darstellung der Fundkontexte zu demonstrieren, dass Lage und Position der Fragmente auf eine absichtsvolle Handlung und bewusstes Zerstören der Gefäße hindeuten. Ebenso lässt sich durch die Lage der Fragmente ein möglicher Bezug zum Verschließen der Gräber herstellen. Dadurch lässt sich aus den Grabkontexten eine bewusste Interaktion der Bestattungsgemeinschaft erkennen, und diese als rituelle Handlung diskutierbar machen.  

 

Montag, 21.01.2019, um 18:30 Uhr

Hörsaal 6, Franz-Klein-Gasse 1, 1190 Wien, Institut für Ägyptologie.

 

 

Veranstaltungen

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